Chronik der Ortsfeuerwehr Golzwarden
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Chronik der Ortsfeuerwehr Golzwarden

Um 1913 bestand in der damaligen Gemeinde Golzwarden bereits eine freiwillige Turnerfeuerwehr, ausgerüstet mit einer Handdruckspritze.
Nach dem ersten Weltkrieg entstand dann eine Pflichtfeuerwehr. 1928 beschaffte die Gemeinde eine für damalige Verhältnisse sehr leistungsfähige Motorspritze, die von Pferden gezogen wurde. Zu dieser Zeit entstand auch das erste Spritzenhaus mit einem Schlauchturm, hinter dem Golzwarder Hof.
1933 wurde dann die alte Gemeinde Golzwarden und Schmalenfleth mit den Gemeinden Strückhausen und Ovelgönne zur Großgemeinde Ovelgönne zusammengeschlossen. Dies brachte mit sich, dass die Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt wurde. Dies geschah am Samstag, den 29. Juli 1933, welcher damit Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Golzwarden ist.
Nach dieser Gründung folgten dann am 16. Dezember 1933 die Feuerwehr Schmalenfleth und am 6. Januar 1934 die Feuerwehr Ovelgönne, beide Feuerwehren wurden der Golzwarder Wehr als Halbzüge zugeteilt.

Mit dem Pferdegespann musste die Ortsfeuerwehr dann in den ersten Kriegsjahren zu den bombardierten Städten Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen ausrücken. Im Jahre 1943 wurde der Ortsfeuerwehr dann ein neues Löschgruppenfahrzeug zugeteilt, womit nun immer wieder nach Luftangriffen zu den brennenden Städten ausgerückt werden musste.
Da durch den Krieg immer mehr aktive Feuerwehrmänner fehlten, wurden ab 1941 auch Jugendliche aus der HJ von der Feuerwehr übernommen und ab 1944 auch Frauen zur Feuerwehr verpflichtet, die auch damals schon an Lehrgängen in der Feuerwehrschule Loy teilgenommen hatten. In den letzten Kriegstagen wurde noch das Feuerwehrhaus durch eine Bombe zerstört. Glücklicher Weise konnte jedoch das Löschgruppenfahrzeug geborgen und wieder einsatzbereit gemacht werden.

Im Frühjahr 1950 konnte das nach dem Bombentreffer wieder neu erbaute Feuerwehrhaus eingeweiht werden und regelmäßiger Feuerwehrdienst stattfinden.
Im Jahre 1954 wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft aufgestellt, der die Ortsfeuerwehr Golzwarden seitdem angehört. Auch bei der Sturmflut 1962 war die Feuerwehr Golzwarden frühzeitig eingesetzt, bevor man das Ausmaß der Katastrophe erkannte.
Nach fast 27 Jahren Einsatzdienst, konnte das bestehende Löschgruppenfahrzeug nicht mehr allen Anforderungen genügen. Somit wurde von der Gemeinde Ovelgönne ein neues Löschgruppenfahrzeug angeschafft, was im Dezember 1970 seinen Dienst in Golzwarden antrat. Im Jahre 1974 fand abermals in der Geschichte der Ortsfeuerwehr Golzwarden eine Gebietsreform statt, was dazu führte, dass diese seit dem zur Freiwilligen Feuerwehr Brake gehört. Im Gebietsänderungsvertrag wurde unter anderem auch vorgesehen, in Golzwarden ein neues Feuerwehrhaus zu bauen.
Im Jahre 1978 wurde der erste Manschaftstransportwagen für die Feuerwehr Golzwarden beschafft. Das Vorhaben zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses wurde ab Herbst 1980 in die Tat umgesetzt, am 26. Juni 1981 konnte das neue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Nun war damit dem zunehmenden Platzbedarf endlich Rechnung getragen worden und insbesondere auch der zweite Stellplatz für den Manschaftstransportwagen vorhanden. Ebenfalls im Jahr 1981 wurde ein Anhänger für logistische Zwecke beschafft. Mit Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses war auch die Grundvoraussetzung für die Gründung einer Jugendfeuerwehr gegeben, die am 4. Juni 1982 offiziell gegründet wurde.
Im Jahre 1989 konnte dann das neue TLF 8 bei Ziegler in Giengen abgeholt werden. Bedingt durch die Aufstufung zur Stützpunktfeuerwehr, war da Vorhalten eines weiteren Fahrzeugs gesetzlich gefordert.
Fünf Jahre später, ließen der technische Zustand trotz intensiver Wartung, die Ersatzbeschaffung für das mittlerweile 24 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug erforderlich werden. Im Jahre 1994 konnte das neue Fahrzeug aus Dissen bei Schlingmann abgeholt und seiner Bestimmung übergeben werden. Zwei Jahre später wurde der technische Zustand des Manschaftstransportwagen immer schlechter und die Wartungskosten somit stetig höher. Auch entsprach das Fahrzeug schon lange nicht mehr den üblichen Sicherheitsstandarts und man entschied sich zur Ersatzbeschaffung. Erstmals wurde aus Kostengründen ein Gebrauchtfahrzeug erworben und anschließend in Eigenleistung ausgebaut.
Der langgelegte Wunsch einer Erweiterung des Feuerwehrhauses konnte im Winter 1999/2000 umgesetzt werden. Die vergangenen Jahre mit ihren Veränderungen auch bei den gestellten Anforderungen an die Ortsfeuerwehr, so wie auch den Forderungen der Feuerwehrunfallkasse konnte somit Rechnung getragen werden. Viele Gewerke des Umbaus wurden dabei in Eigenleistung von den Mitgliedern selbst ausgeführt.

 
 
 
 

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